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Um mit dem Laptop, Tablet oder Smartphone komfortabel mobil surfen zu können, benötigt man ein ausreichendes monatliches Inklusivvolumen. Dabei hängt der Datenverbrauch nicht nur vom eigenen Nutzungsverhalten ab sondern auch vom genutzten Gerät ab. Laptopsurfer brauchen mehr Daten als Handysurfer, da man mit dem Notebook nicht auf kleinen Webseiten landet, die für mobiles Breitband-Internet optimiert wurden, sondern auf großen und besser ausgestatteten Webites. Dadurch fällt mehr Datenverkehr an. Und nicht zu vergessen: Es zählen nicht nur die Daten, die man aus dem Internet holt, sondern auch die Daten, die man verschickt. 

 

Der Verbrauch von Inklusivvolumen hat sich vervielfacht

In den Anfangszeiten der mobilen Nutzung galt der Richtwert: ein Durchschnittsnutzer braucht mit dem Handy zwischen 30 und 100 Megabyte (MB) an Surfvolumen im Monat. Heute liegt dieser Wert um ein vielfaches höher: Smartphone-Nutzer sollten mit einem Verbrauch von Datenvolumen zwischen 300 MB bis 1 Gigabyte (GB) im Monat rechnen. User, die mit einem Laptop oder Tablet mobil online gehen, benötigen traditionell größere Download Volumina: Für Normalnutzer rechnet man mit einem Datenvolumen zwischen 1 und 3 GB. Sinnvolle Datenpakete für Vielsurfer bewegen sich im Bereich zwischen 5 und 6 GB. Powernutzer, die mobiles Internet beruflich oder privat sehr intensiv nutzen, sollten ein monatliches Datenpaket zwischen 10 und 15 GB buchen. In der Regel gilt für alle mobilen Datentarife: Ist das gebuchte Monatsvolumen verbraucht, sinkt die Speedrate auf GPRS-Niveau, das sind maximal 64 kbit/s.

 

3 GB Surfvolumen für Normalsurfer

Bevor man sich für einen Tablet-Datentarif entscheidet, sollte man sich Gedanken über das eigene Nutzungsverhalten machen. Bin ich ein Normalnutzer? Oder gehöre ich schon zu den Vielsurfern? Wie hoch wird mein Datenverbrauch im Monat voraussichtlich sein? 3 GB gilt als der klassische Datentarif für Laptops für Normalnutzer. Mit 3 GB Datenvolumen kann man täglich ungefähr eine Stunde im Internet surfen. Pro Tag etwa 15 Webseiten anzusteuern ist mit diesem Internet-Flatrate-Tarif kein Problem. Das Monatsvolumen reicht zudem aus, um regelmäßig E-Mails zu verschicken und hin und wieder ein Video oder einen Musiktitel zu konsumieren.

 

5 GB Inklusivvolumen für Vielsurfer

Laptop-Datentarife mit 5 GB Volumen sind für Vielsurfer gedacht. Mit 5 GB Volumen kann man  täglich etwa 2 Stunden im Internet surfen beziehungsweise rund 25 Webseiten am Tag ansteuern. Der Versand von E-Mails mit und ohne Anhang ist praktisch unbegrenzt möglich. Auch der Download von Videos und Musikdateien ist abgedeckt, sofern das nicht täglich erfolgt.

 

Welche Dienste sind sparsam, welche fressen viel Datenvolumen?

Als Nutzer steht man häufig vor der Frage, welche Dienste verbrauchen mehr, welche weniger Surfvolumen? Kann man manuell eingreifen und den Datenverbrauch in den Einstellungen des Smartphones oder Tablets reduzieren? Oder muss man auf bestimmte Dienste schlichtweg verzichten, um das Download Volumen zu schonen? Fest steht, Text-bezogene Anwendungen wie E-Mail-Versand oder Messaging-Dienste sind sparsam. Multimediale Apps verbrauchen dagegen viel Surfvolumen. Sobald der Versand oder das Herunterladen von Fotos, Videos oder Audio-Dateien ins Spiel kommen, benötigt das Mobilgerät größere Datenpakete zur Abwicklung.

 

Datenvolumen sparen: Vorsicht bei Streaming-Apps

Video-Streaming-Apps sind regelrechte Datenfresser: Live-Videos wie zum Beispiel eine Fussball-Übertragung des Pay-TV-Senders Sky verbrauchen bis zu 35 MB pro Minute, das bedeutet einen Gesamtverbrauch von 500 MB in nur 15 Minuten. Youtube-Videos sind etwas sparsamer, benötigen aber dennoch zwischen 5 MB und 19 MB pro Minute je nach Auflösung.

 

Auch Musik-Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music beanspruchen das monatliche Datenvolumen: 1 MB pro Minute ist die Standardeinstellung, bei besserer Audioqualität benötigt die Übertragung bis zu 2,5 MB pro Minute.

 

Überraschenderweise verbraucht auch der Microblogging-Dienst Twitter mit seinen maximal 140 Zeichen pro Nachricht enorm viel Download Volumen. Schuld daran ist eine Voreinstellung des Programms: die Twitter-App ist so konfiguriert, dass Videos, die in Tweets eingebettet sind, sofort abgespielt werden. Läuft der Download über das Datennetz, wird das monatliche Datenpaket stark angegriffen. Das gleiche Problem besteht auch bei der App des sozialen Netzwerkes Facebook.  Wer die Videos nicht automatisch downloaden möchte, kann die Einstellungen der Apps manuell auf dem Mobilgerät ändern.

 

Internettelefonie und Foto-Apps verbrauchen viel Surfvolumen

Apps für Internettelefonie wie Skype oder Facetime auf Applegeräten nutzen viel Volumen, insbesondere wenn die Videofunktion aktiviert ist. Gespräche mit Kamera verbrauchen rund 1 MB pro Minute. Ohne Kamera benötigen die Telefonie-Apps etwas weniger Download Volumen.

Datenintensiv sind auch Foto-Apps wie Dropbox oder Onedrive von Microsoft. Diese Programme wollen den Nutzer zum automatischen Upload jedes neuen Fotos in die Cloud verleiten. Dieser Automatismus verbraucht aber viel mobiles Datenvolumen. Es empfiehlt sich daher, das automatische Hochladen über das Datennetz abzuschalten und den Upload der Bilder nur über Wireless Local Area Network- vorzunehmen.